Ein defekter Link ist eine Sackgasse: für den Leser, der etwas erwartet hat, und für den Crawler, der Crawl-Budget verschwendet. Einzelne 404s sind harmlos; ein Muster aus Dutzenden signalisiert eine ungepflegte Site. Die gute Nachricht: Finden ist automatisierbar, Reparieren dauert Minuten, und drei Gewohnheiten verhindern fast alle neuen.
Was kaputte Links kosten
- Nutzer: Abbruch, Vertrauensverlust, Absprung.
- SEO: interne Links vererben keine Relevanz mehr; externe Backlinks auf 404-Seiten verpuffen; Crawl-Budget geht verloren.
- Umsatz: Ein toter Link im Checkout oder in der Preisliste ist ein direkter Verlust.
Defekte Links finden
Für eine einzelne Seite: URL in den Broken-Link-Checker – er ruft jeden Link ab und listet Statuscodes, Ankertexte und Redirect-Ketten. Für die ganze Site: die wichtigsten 20–30 Seiten nacheinander prüfen, dazu die Search Console (Seiten → „Nicht gefunden (404)“) für Fehler, die Google bereits kennt, und die Sitemap als Ausgangsliste.
Reparieren: welche Lösung wann
| Situation | Lösung |
|---|---|
| Tippfehler in der URL | Link korrigieren |
| Seite umgezogen | Link auf neue URL setzen und 301 von der alten anlegen |
| Seite gelöscht, es gibt ein passendes Ziel | 301 auf die nächstbeste Seite |
| Seite gelöscht, kein Ersatz | Link entfernen; die alte URL darf 410 liefern |
| Externe Seite tot | Auf Archivversion verlinken oder Link ersetzen |
| Redirect-Kette (A→B→C) | Link direkt auf C setzen |
Nie alles pauschal auf die Startseite umleiten – Google wertet das als Soft-404.
Drei Gewohnheiten gegen neue 404s
- Nie eine URL löschen, ohne einen 301 anzulegen. Beim Umbenennen eines Slugs sofort die Weiterleitung setzen.
- Relative Verlinkung vermeiden bei Domain- oder Strukturwechseln; absolute URLs brechen seltener.
- Monatlicher Check der 20 wichtigsten Seiten – zehn Minuten, die den Rest des Jahres sparen.
Verwandte Werkzeuge
HTTP-Header-Checker für Statuscodes und Redirect-Ketten, Sitemap-Generator für die Prüfliste.
Häufige Fragen
Schaden 404-Seiten dem Ranking?
Einzelne nicht. Viele interne 404s und tote Backlinks schon – indirekt über verlorene Relevanz und Crawl-Budget.
301 oder 302?
Für dauerhafte Umzüge 301. 302 nur, wenn die alte URL wirklich zurückkommt.
Kostenlos, läuft im Browser, nichts wird hochgeladen, keine Anmeldung.
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