„Halte die Keyword-Dichte bei 2 %“ war 2010 ein Ratschlag und ist heute eine Falle. Google bewertet seit Jahren, ob ein Text ein Thema vollständig behandelt – nicht, wie oft ein Wort vorkommt. Trotzdem hat die Zahl einen Nutzen: als Warnsignal in beide Richtungen.
Was die Dichte noch aussagt
- Über 3 %: fast sicher Stuffing. Der Text liest sich unnatürlich, und Google stuft ihn ab.
- 0 % beim Hauptbegriff: Der Text behandelt das Thema vielleicht, nennt es aber nie beim Namen – das kostet Rankings für genau diese Suchanfrage.
- 0,5–2 %: ergibt sich beim natürlichen Schreiben von selbst. Kein Handlungsbedarf.
Der Keyword-Dichte-Checker zeigt neben der Zahl die Verteilung im Text – ob der Begriff nur in der Einleitung steht oder durchgängig vorkommt.
Vier Prüfungen, die mehr bringen als die Keyword-Dichte
- Themenabdeckung. Welche Unterfragen stellt jemand, der das Keyword sucht? Eine Seite zu „Bilder komprimieren“ muss Formate, Qualitätsstufen und Abmessungen behandeln – sonst fehlt ihr etwas, egal wie oft „komprimieren“ vorkommt.
- Platzierung. Hauptbegriff im Title, in der H1, in den ersten 100 Wörtern und in mindestens einer Zwischenüberschrift. Danach reichen natürliche Nennungen.
- Varianten und Synonyme. „Bildkomprimierung“, „Bilder verkleinern“, „Dateigröße reduzieren“ – Google versteht sie als dasselbe Thema und belohnt Vielfalt.
- Suchintention. Will der Suchende ein Tool, eine Anleitung oder einen Vergleich? Der beste Text mit der perfekten Dichte verliert, wenn er das Falsche liefert.
Ein praktischer Workflow
- Text schreiben, ohne an Keywords zu denken.
- Prüfen: Hauptbegriff in Title, H1, Einleitung? Nachtragen, wo er fehlt.
- Dichte-Check: über 3 %? Durch Synonyme ersetzen. Unter 0,3 %? An zwei natürlichen Stellen ergänzen.
- Zwei-Wort-Phrasen ansehen: Sie zeigen, welche Nebenthemen der Text tatsächlich abdeckt.
Häufige Fragen
Bestraft Google hohe Keyword-Dichte?
Nicht wegen der Zahl, sondern weil Stuffing die Textqualität senkt – und die bewertet Google.
Zählen Keywords in Bild-Alt-Texten?
Ja, moderat. Beschreiben Sie das Bild ehrlich; das Keyword gehört nur hinein, wenn es passt.
Wie lang sollte der Text sein?
So lang, wie das Thema braucht. Der Lesbarkeitsprüfer hilft, ihn dabei lesbar zu halten.
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